Imre Kertész Kolleg Jena
movie poster Ki – nie polubisz jej

30. November 2015

Polish Cinema in Jena 11: Ki – nie polubisz jej/ My name is Ki/ Ich heiße Ki

director: Leszek Dawid, PL 2011, 99 min, Original with English subtitles

Einführung: Andrea Priebe (Aleksander-Brückner-Zentrum Jena)

Kinga, genannt Ki, ist die junge alleinerziehende Mutter des 2-jährigen Pio. Sie will mehr vom Leben und zieht nach der Trennung vom Vater ihres Kindes in eine Wohngemeinschaft mit dem bodenständigen Miko. Statt sich jedoch um Pios Erziehung zu kümmern, tut sie lieber alles, um dem Klischee einer ausgebrannten, alleinerziehenden Mutter zu widersprechen. Während sie sich die Nächte auf Partys um die Ohren schlägt, beginnen sich zuhause die Rechnungen zu stapeln. Immer wieder kollidiert die Verantwortung, die die Erziehung ihres Sohnes mit sich bringt, mit dem Wunsch nach einem sorgenfreien, unbestimmten Leben. Allmählich stößt sie aber mit dem Alltag, ihrem Kind, diversen Jobs und Partys an die eigenen Grenzen - und an die ihrer Mitmenschen. Als ihr dann auch noch das Sozialamt droht, scheint das Chaos perfekt...Der Dokumentarfilmer Leszek Dawid zeichnet in seinem Spielfilmdebüt "Ich heiße Ki" ein Portrait übers Erwachsenwerden in der modernen, urbanen Welt, und darüber für sich selbst und andere Menschen Verantwortung zu übernehmen. Ein Lehrstück über das Projekt "Leben". "Die größte Entdeckung des diesjährigen Festivals in Gdynia. So ein authentisches, tiefes und in psychologischer Hinsicht überzeugendes Portrait einer jungen Frau in der heutigen Zeit gab es im polnischen Kino seit Jahren nicht mehr." (Przemysław Gulda, Gazeta Wyborcza) Festivals und Auszeichnungen: Venedig International Filmfestival, Filmfestival Cottbus (Beste Hauptdarstellerin & Publikumspreis), Göteburg International Film Festival, Gdynia Film Festival (Beste Hauptdarstellerin), OFF Plus Camera (Bester Spielfilm)

Eine Veranstaltung der Filiale Leipzig des Polnischen Instituts Berlin in Kooperation mit dem Aleksander-Brückner-Zentrum für Polenstudien an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und dem Kino im Schillerhof. Mit freundlicher Unterstützung des Imre Kertész Kollegs an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Monday, 30 November, 2015
time: 19:30
Kino im Schillerhof, Jena, Helmboldstraße 1